Orange Box

Half-Life 2, kein anderes Spiel wurde in den letzten 5 Jahren so bejubelt wie dieser Ego-Shooter aus dem Jahre 2004, genauer gesagt aus dem November 2004. Das Jahr 2004 war ein wahres Feuerwerk für Shooter-Fans. Zuerst kam im März FarCry, dann im August legte Doom 3 nach und kurz vor Weihnachten im November erblickte der damals meisterwartete Ego-Shooter das Licht der Welt, nachdem er um über ein Jahr verschoben worden war und Teile einer älteren Version sogar im Internet als Leak aufgetaucht sind. Half-Life 2 erlangte Bestnoten in allen Reviews. Unter der 90er-Grenze wagte es keine seriöse Quelle das zweite Abenteuer von Gordon Freeman zu bewerten. Das deutsche Spieleprintmagazin PC Games vergab sogar ganze 96%.

Half-Life 2Half-Life 2

Auch bei dem Vorgänger Half-Life aus dem Jahre 1998 waren diverse Testlabore nicht gerade geizig und kührten das erste Spiel der Entwickler Valve sogar zum Spiel des Jahres.
Doch mit Half-Life 2 endete Gordon’s Abenteuer nicht, es begann erst richtig! Kurz nach der Veröffentlichung kündigte Valve ein Add-On namens Aftermath an, das jedoch unter diesem Titel nie erschien. Stattdessen warf Valve das Add-On-Konzept über den Haufen und kündigte die kommenden Abenteuer in Episoden an. Somit war Valve der Vorreiter des Episodenformats in Spielen, das fortan heiß diskutiert wurde. Aber dies ist ein anderes Thema…

Half-Life 2: Episode OneHalf-Life 2: Episode One

Half-Life 2: Episode One erschien nach zähligen Verschiebungen im Juni 2006 und war sehr kurz. Auch die Story hielt sich vergleichsweise knapp, doch dies sollte sich mit Episode Two ändern! Und das hat es auch!

Die Orange Box enthält sowohl die beiden bereits genannten Spiele Half-Life 2 und Half-Life 2: Episode One, als auch die brandneuen Spiele Half-Life 2: Episode Two, Team Fortress 2 und Portal, um die es in diesem Test gehen soll.

Half-Life 2: Episode Two

Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two
Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two

Episode Two startet genau da, wo Episode One geendet hat. Am Ende der ersten Episode konnte man rechtzeitig aus City 17 flüchten, bevor die Zitadelle explodierte und alles in der Nähe befindliche mit sich in die Trümmer reißt. Doch von der Druckwelle der Explosion entgleiste der Zug, in dem sich Gordon, Alyx, ein paar Rebellen und eine Hand voll Zivilisten befanden.

Half-Life 2: Episode OneHalf-Life 2: Episode Two

In Episode Two wachen Sie nun in den Trümmern des Zuges auf, als Alyx plötzlich auftaucht und Sie aus dem Zug mit der Gravity-Gun befreit. Um nicht zu viel von der hervorragenden Story zu verraten, geht es von nun an auf dem Weg zum Treffpunkt mit Dr. Kleiner, Eli Vance und dem ‘neuen’ Wissenschaftler Magnusson (u.U. bekannt aus Black Mesa, Half-Life) den Antlions und der Combine gewaltig an den Kragen.
Neue Gegner gibt es zwar nicht viele, aber die Antlion-Arbeiter, die giftige Ladungen verschießen, und die Hunter, die quasi eine Miniaturausgabe der Strider darstellen aber nicht weniger gefährlicher sind, haben es in sich. Zudem gibt es noch die Advisor, aber diese kann man in Episode Two noch nicht besiegen, sie kommen nur in Zwischensequenzen vor, wobei eine davon leider sehr tragisch ausfällt.

Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two

Neue Waffen sind Fehlanzeige, abgesehen von den ‘Magnusson-Kugeln’, mit denen man Strider kinderleicht zerlegen kann.
Territorial geht es in Episode Two sehr abwechslungsreich zu: Nach einem kurzen Wow-Erlebnis wie detailliert die Wälderlangschaften gestaltet sind, geht es in die Tiefen einer Antlionanlage hinein, um Alyx, die zuvor von einem Hunter hinterhältig attackiert wurde, das Leben zu retten.

Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two

Kurz bevor das Untergrundsetting zu langweilen beginnt, erblickt man schon wieder das Tageslicht und von nun an geht es den Rest der Spielzeit durch liebevoll detaillierte Waldlandschaften mit teils Innenabschnitten.

Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two
Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two

Gameplay ist wie bereits bei Episode One und Half-Life 2 hervorragend und wird immer noch nicht langweilig. Die durchschnittlich Spielzeit beträgt 5 bis 6 Stunden. Die Grafik wurde in Episode Two im Detail verbessert. Ein bisschen Hollywood fließt bei Explosionen (bevorzugt erzeugt von Stridern) ein.

Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two
Half-Life 2: Episode TwoHalf-Life 2: Episode Two

Doch um nicht zu viel zu verraten, jetzt die abschließende Wertung:

Wertung Singleplayer: 88%
+ Story
+ Stimmungsvolle Umgebungen
- Wenige spielerische Neuerungen (Keine neuen Waffen)
- Relativ kurz (5 Std.)

Team Fortress 2

Team Fortress 2Team Fortress 2
Team Fortress 2Team Fortress 2

Team Fortress 2 wurde 1998 zum ersten Mal unter dem Titel Team Fortress 2: Brotherhood of Arms angekündigt, doch mit dem heutigen Team Fortress 2, das nun bereits zwei Versionen hinter sich hat, die alle verworfen wurden, nichts mehr zu tun.
Grafisch lehnt sich der Multiplayer-Shooter an Comics mit 50er-Jahre-Stil an. Jede Klasse hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, die in der Profiliga nur kombiniert zum Erfolg führen, doch auch auf Public-Servern ist Teamplay bei Team Fortress 2 von enormer Wichtigkeit.

Team Fortress 2Team Fortress 2

Folgende 9 Klassen sind bei Team Fortress 2 dabei:
Scout: Diese Gruppe ist sehr schnell und dadurch hervorragend zum ‘Rushen’ nützlich. Jedoch beißt er schon nach wenigen Treffern ins virtuelle, aber hübsch animierte Gras. Als Waffen hat er eine Shotgun, eine Pistole und einen Baseballschläger.
Soldier: Die Soldaten sind langsame Genossen, haben jedcoch viel Fettreserven, sodass sie nicht schnell ableben, und eine enorme Durchschlags dank des Raketenwerfers, der Shotgun und der Schaufel.
Pyro: Der Pyro ist fast nur im Nahkampf zu gebrauchen, da ihm ‘nur’ ein Flammenwerfer, eine Shotgun und eine Axt zur Wahl stehen.

Team Fortress 2Team Fortress 2

Demoman: Dem Demoman stehen ein normaler Granatwerfer, ein Granatwerfer mit Granaten, die erst bei Berührung explodieren, und eine Glasflasche für den Nahkampf zur Verfügung.
Heavy: Der Heavy ist die Klasse mit den stärksten Argumenten, denn seine Minigun räumt jeden Weg, jeden Gang und alles, was es in Team Fortress 2 gibt, frei. Nur stationäre Geschütze auf eine etwas größere Entfernung oder ein Sniper stellen eine große Bedrohung dar. Wenn die Minution aus geht, stehen ihm immer noch eine Shotgun und seine Fäuste zur Wahl.
Engineer: Der Ingenieur braucht eigentlich selbst keinen Finger rühren. Seine gebauten stationären Geschütze können seine ganze Arbeit übernehmen. Zudem kann er mit Teleportern und Gesundheitsstationen den Mitspielern helfen. Falls der Ingenieur doch mal selbst Finger an den Abzug legen will, stehen ihm eine Shotgun, eine Pistole und ein Schraubenschlüssel zur Verfügung.
Medic: Für das Team leben und für das Team sterben? Der Medic heilt seine Teamkollegen und kann, wenn er genug geheilt hat, für kurze Zeit Unsterblichkeit für ihn und seinen ‘Schützling’ einschalten. Neben der Heilungskanone nutzt der Medic eine Waffe, die Spritzen verschießt, und eine Knochensäge.
Sniper: Der Sniper kann alles und jeden auf große Distanz kinderleicht erledigen und ist auch im Nahkampf durch eine Maschinenpistole und eine Machete nicht nutzlos, wird jedoch relativ schnell erledigt.
Spy: Der Spion kann sich auf Knopfdruck für kurze Zeit unsichtbar machen und kann auch optisch die Gestalt eines jeden Spielers jeder Klasse im gegnerischen Team annehmen. Für eigene Teamkameraden bleibt er weiterhin als Spion sichtbar. Am wirksamsten ist der Spion mit seinem Klappmesser, mit dem er jeden Gegner mit einem Schlag von hinten erledigen kann, sogar den Heavy. Nebenbei steht ihm ein Revolver zur Verfügung. Damit nicht jeder im eigenen Team als Spion verdächtigt wird und jedes Mal man sauer auf einen Teamkiller sind, ist Friendly Fire immer deaktiviert und kann auch nicht aktiviert werden. Gut so, denn ein potentieller Frustfaktor wurde dadurch geschickt umgangen.

Wertung Multiplayer: 90%
+ Comicgrafik
+ Balance der (optisch unverwechselbaren) Klassen
+ Teamplay
- Wenig Maps, nur zwei Spielmodi

Portal

PortalPortal

Portal ist zwar mehr eine Beilage als ein wirkliches Spiel, bietet dafür aber mehr Innovationen als jeder Nachfolger einer bekannten WWII-Shooterserie. Eine Portal-Gun, die Portal verschießt, durch die man dann durchgehen und Rätsel lösen kann, hat man noch nie in einem Spiel gesehen. Einzig der Alien-Shooter Prey bietet ebenfalls Portale, jedoch kann man dort keine Portale selbst erstellen.

PortalPortal

Portal ist eher ein Puzzle und kommt auch völlig ohne Gewalt aus. Dem Spieler steht ausschließlich die Portal-Gun zur Verfügung und die einzige ‘Gewalt’ besteht darin eine Rakete, die auf den Spieler geschossen wurde, durch Portale auf Glasscheiben oder einen Computer zu jagen. Die Spielzeit allerdings beträgt hingegen maximal 3 Stunden. Beim zweiten Durchspielen hingegen dürfte die Zeit rapide sinken, da die Rätsel keine Kopfschmerzen mehr bereiten.
Überraschend an Portal ist neben der Innovation auch die Story der Aperature Science, die ebenfalls im Half-Life Universum stattfindet und mehr oder weniger sogar in Half-Life 2: Episode Two erwähnt wird, da Aperature Science eine Konkurrenzfirma von Black Mesa war.
Dieses Innovationsfeuerwerk sollte sich jedenfalls kein Shooter-Fan entgehen lassen, der schon im Zweiten Weltkrieg seinem Ruf zur Pflicht mehrmals nachgekommen ist und auch bereits zahlreiche Medal of Honor Medaillen erhalten hat.

PortalPortal

Wertung Singleplayer: 85%
+ Innovation: Portal-Gun
+ Sarkasmus der Story
- Sehr leichte Rätsel
- Spiellänge (1-3 Std.)

Weitere Informaionen zur Orange Box:
Steam und eine einmalige Aktivierung über Internet ist für alle Spiele erforderlich!
Inhalt: Half-Life 2, Half-Life 2: Episode One, Half-Life 2: Episode Two, Team Fortress 2, Portal
Altersempfehlung: USK 18, Mature 17+
Zensuren: Episode Two: Schwarzes Blut, Leichen verschwinden sofort
Team Fortress 2: Kein Blut, durch die Luft fliegende Körperteile wurde durch Spielkarten, Nummernschilder etc. ersetzt
Systemvoraussetzungen: Minimum: 1.7 GHz Processor, 512MB RAM, DirectX® 8 level Graphics Card, Windows® Vista/XP/2000, Mouse, Keyboard, Internet Connection
Empfohlen: Pentium 4 processor (3.0GHz, or better), 1GB RAM, DirectX® 9 level Graphics Card, Windows® Vista/XP/2000, Mouse, Keyboard, Internet Connection


Posted by FireflySt1 ADD COMMENTS

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